Anton kann einen töten, Beziehung kann nerven, Reisen kann hart sein…… – DOCH LEIDER GEIL!!!

29 Jun

„Leute ich wünsch ich was und wir sind sehr auf Bulgarien und die Türkei gespannt.“ Das war jetzt nicht ernsthaft der letzte Satz meines letzten Eintrags???? Scheiße häng ich hinterher. ABER es gibt ja auch Gründe dafür…Um diese darzulegen fang ich jetzt einfach mal ein bisschen an zu erzählen.

Zunächst mal ganz kurz, Von Rumänien sind wir dann durch Bulgarien immer mehr oder weniger an der Schwarzmeeküste entlang in die Türkei gefahren. Bulgarien war für uns nicht vielmehr als ein Transitland. Lediglich einen Stopp legten wir an einem wirklich schönen Strand ein. Klar hat Bulgarien sehr viel zu bieten, aber wir wollten ja in die Türkei und selbst in dieser Zeit sind uns jede Menge abgefahrene Dinge passiert. Aber ich will  mich kurz fassen sonst muss ich tatsächlich noch ein Buch schreiben…. Erwähnenswert ist dann aber doch der Grenzübergang in die Türkei. Ich sag nur EU: Ade war Schee. Ganze  fünf „Grenzstationen“ mussten wir passieren. Zoll, Passkontrolle Bulgarien und dann Zoll, Passkontrolle und anderes Brimborium Türkei. Nach einer knappen Stunde hatten wir es dann geschafft. Wir waren in der Türkei. Von dort aus führte  unser Weg durch Babaeski nach Lüleburgaz. Und genau dort begrüßte uns die Türkei so wie ich sie eigentlich kannte. Absolut gastfreundschaftlich, scheinbar ziemlich unorganisiert aber doch sehr gechillt. Denn, in  Lüleburgaz gingen wir in einen Vodafoneladen um uns eine türkische SIM-Karte zu kaufen (EU-Datenroaming ist nicht mehr). Und das war echt schon ein Erlebnis für sich selbst. Anton wurde tausendmal angefasst und begehrt, Facebook Kontakte wurden ausgetauscht, Cay wurde uns Literweise eingeflöst und die angebotenen Zigaretten mussten wir im Stakkatointerval hinuntergieren. Des Weiteren kam völlig spontan, auf Anruf, ein Freund des Ladenbesitzers zu uns, da er Englisch konnte und uns somit das Prozedere, welcher dieser SIM-Kartenkauf(geht nur mit Reisepass) mit sich führt, erklären konnte. Als wir dann auch noch fragten wo wir denn eine Straßenkarte von der Türkei herbekommen, schmiß ein Anderer direkt sein Moped an um uns diese zu Organisieren usw…. Es war echt der Wahnsinn. 

Von dort aus ging es für uns weiter nach Istanbul, denn dort wollten wir unsere Visa für Iran und Indien organisieren. Indien? Ja, wir hatte zwischendurch den Entschluss gefasst nach Indien zu fahren. Tun es aber doch nicht.  Also jetzt fällt es mir auch ein bisschen Schwer die richtigen Worte zu fassen. Fakt ist, dass wir auf Grund dieses Planes vier Tage in Istanbul verbrachten, ich per Taxi von Botschaft zu Botschaft gefahren bin (bei 35 Grad) und feststellen musste, dass die indische Botschaft in Istanbul ein einziger Spastenverein ist und wir uns summasummarum ganz schön aufgerieben haben. Hinzukam, dass genau da Antons megazumkotzenbehindertbeschissenehardcoreTROTZPHASE angefangen hat. Liebe Leute, allein darüber könnt ich ne Hasspredigt verfassen. Naja, auf jeden Fall wurden uns die Visa auf Grund bürokratischer Feinheiten verwehrt und wir verließen Istanbul. Ich sehr gefrustet und generalangepisst und Meli von Anton sehr gestresst. Ich denk es ist offensichtlich was sich da anbahnte: Ganz genau, ein Beziehungsstress der klassischen Art zwischen Max und Meli. Aber ganz soweit war es NOCH nicht. Denn die nächsten Tage waren Landschafts und Streckentechnisch einfach nur der Hammer. Auf Größtenteils einspurig geschotterten Pistenpassstraßen bahnten wir uns Südwestlich in die Türkei hinein. Wir durchquerten Wüstenartige Felsengebirge, fuhren durch Dörfer, welche ich maximal in Timbuktu hinten Rechts erwartet hätte und konnten in 6 Stunden Fahrzeit maximale 60-80km zurücklegen. Traumhaft. ABER Anton spackte leider weiter, und ich kam an meine Grenzen und Meli war natürlich im Geschehen mit dabei. Und es gab kein Ausweg! Wir waren immer zu dritt und sobald sich einer mal eine wenig Zeit für sich nahm, war der andere ausgebrannt. Obwohl wir 24 Stunden am Tag zusammen waren, hatten sich Meli und ich verloren. Anton nahm uns mit seiner ganzen  phasenbedingten Unzufriedenheit ein, ich steckte in meinem Loch des nicht nach Indien fahren können und die ganze kacke mit Familie gegründet zu haben ausbaden zu müssen und Meli hatte mal Heimweh und mal Sorge um uns alle…Doch wir fuhren weiter. Fahren war auch das einzige um mal ein bisschen Abstand zu bekommen:Anton war angeschnallt und ein wenig beschäftigt mit raus gucken, ich war für mich allein „weil ich musste ja fahren“ und Meli konnte, wenn wir durch Empfang gefahren sind, Kontakt zur Heimat aufnehmen. Tja und in diesem Spannungsverhältnis mit diversen Tiefs und Hochs, die ich hier nicht weiter ausführen werde, sind wir dann über ein paar Umwege, Seen, Nationalparks und andere Sehenswürdigkeiten sowie menschlichen Begegnungen in Kappadokien eingetroffen. Für mich war es ja bereits das zweite Mal in Kappadokoien und auch diesmal war ich wieder Hin und weg von dieser Landschaft. Einfach nur atemberaubend, Und das allerbeste waren Alf und Clausi: Ein homosexuelles Münchner Ehepaar mit einer Lebens-und Beziehungseinstellung die seinesgleichen sucht. Die beiden taten uns richtig gut. Und wir verbrachten vier wunderschöne Tage in  Kappadokien mit sehr entspannten Abenden.(Was das gleich für ein Unterschied macht, wenn man Gleichgesinnte trifft und mal aus seinen eigenem Ding wieder rauskommt). Aber irgendwie war das Problem mit Anton immer noch nicht gelöst und ich wiederum kam nicht aus meinem Negativloch gegenüber Meli raus…Von Kappadokien fuhren wir dann innerhalb zwei Tage nach Trabzon (dort wollte ich das Iranvisum nochmal angehen). Und diese Stadt, welche mich seit meinem achtzehnten Lebensjahr „begleitet“ (Wollt ja mal nach Indien per Rad fahren und in Trabzon bekam man das Iranvisum sehr leicht- heute leider nicht mehr), hat uns zwar sehr fasziniert, aber leider auf Grund der Hitze, des Chaos, der problematischen Verständigung und der Konsulatsbesuche vollends gesprengt: Ich konnte und wollte nicht mehr weiter machen. Antons Trotzphase lief seit 3,5 Wochen, seit 2,5 Wochen war zwischen Meli und mir ein gefühltes Vakuum entstanden, und überhaupt waren wir am Ende unserer Kräfte. Doch was ist das? Anton? Bist du es noch? Du schreist ja gar nicht mehr rum? Du beißt ja gar nicht mehr? Hä wieso fliegt mir das Brot jetzt nicht um die Ohren? Leerst du echt nicht mehr dein Trinken aus, bemalst die Wände nicht  und rastest auch nicht aus wenn wir dir das geben was du bis gerade eben noch ausrastend wolltest??? Die Trotzphase war zu ende…. Allein beim schreiben spür ich den Stein der mir da vom Herzen fiel. Aber deswegen war noch nicht alles gut….Jetzt endlich konnten sich mal Meli und ich richtig ausreden (Butter bei d fische). Hatten Energie dafür persönliche Ungereimtheiten aus dem Weg zu schaffen und die letzten Wochen aufzuarbeiten. Und ab da kam der Frieden. Die Erholung.  Das Gefühl, weshalb wir eigentlich unterwegs sein wollten. Und auch die Einsicht, dass der ganze Stress der letzten Wochen eigentlich für n Arsch war (aber irgendwie berechtigt). 

Jetzt stehen wir oberhalb von Trabzon in den Bergen, und warten darauf, dass sich das iranische Konsulat meldet (da gas nämlich auch noch irgendein Missverständnis mit Teheran, weshalb ich mein Visa nicht hab abholen können, mal sehen). Dafür haben wir einen mega chilligen Stellplatz und genießen unsere Zeit als Familie gerade sehr. Und jetzt bin ich einfach nur froh diesen Artikel fertig geschrieben zu haben und behaupten zu können, dass wir eine unserer schwersten Krisen hinter uns haben. LEIDER GEIL !!!

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Türkei wir kommen

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Anton und die Katzen von Istanbul

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Wir haben Besuch.

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Der Bosporus

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Unser Stellplatz in Istanbul

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Blaue Moschee

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Heybeliada

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Anton ist hier wie ein Erscheinung

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Und wieder wird er vereinnahmt

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Agva

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Türkisch Camping

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Auf dem Dach gibts Empfang

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Hier hab ich meinen ersten Fisch gefangen

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Wir haben sogar den Ofen angehabt

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Die Kanals sin der hammer hier

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Waldarbeiter leben mit ihren Familien im Wald

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3 tage abseits der normalen Straßen

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Traumstellplätze ohne Ende

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Wieder Piste..

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…durch Hinterweltsdörfer

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In der Anatolischen Steppe

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Tuz Gölü- Salzsee

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Wanderarbeiter

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On the road

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Anton und die Kangalhündin

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Offroad in Kappadokien

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Was für ein Stellplatz

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Und immer wieder Gebastel

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Auf dem Weg nach Trabzon

 

 

 

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Eine Antwort to “Anton kann einen töten, Beziehung kann nerven, Reisen kann hart sein…… – DOCH LEIDER GEIL!!!”

  1. Papa Juni 29, 2018 um 11:00 pm #

    So a Mercedesle hat was 🙂

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