Von der Hohen Tatra bis zum Schwarzen Meer- oder einfach nur die Ära der Tobis

6 Jun

Grüüüüß Gotte miteinander, endlich schaff ich es mal wieder etwas zu berichten. Eigentlich ist der letzte Beitrag noch nicht mal zwei Wochen her doch seit einer Woche denk ich daran wieder etwas zu veröffentlichen. Aber immer kam etwas dazwischen…entweder hatten wir Besuch oder keinen Empfang oder einfach keine Muße. Naja. Und jetzt sitz ich hier grad  30 Meter vom Schwarzen Meer entfernt, hör die Brandung rauschen und hab meine absolute Ruhe – der perfekte Moment um meinen lieben Mitlesern einen schönen Artikel zu schreiben. Jaja ihr habt schon richtig gelesen: Wir stehen mitten in der Pampa an einem einsamen Strand am Schwarzen Meer……

Vom Bonzengolfplatz Marienbad ging es für uns, wie angekündigt in die Hohe Tatra. Die Strecke teilten wir uns auf 2,5 Tage auf und wir hatten richtig Glück mit der Stellplatzsuche. Das ist ja immer so eine Sache, wenn man irgendwohin will und weiß man muss unterwegs übernachten. Doch glücklicherweise fanden wir einen wunderschönen und einen schönen Stellplatz auf dem Weg in das kleinste Hochgebirge unserer Erde. Als wir dann in Tatranska Lomnica, unser Ausgangspunkt für Touren in der Hohen Tatra ankamen, traf uns erstmal der Schlag. Tourismus, Tourismus, Tourismus – aber vorsaisonal  Das heißt wir wurden nicht von Menschenmengen empfangen sondern von leeren Hotelbauten, geschlossenen Apresskibars, halb motivierten Souvenierständen und alles was das Chinesentouriherz erfüllt. Parkplätze hatte horende Parkgebühren inklusive Parkeinweisern und an frei Stehen war nicht zu denken. Deshalb stellten wir uns, nachdem wir in der TOURISTENINFORMATION eine Wanderkarte gekauft hatten, mehr oder weniger gezwungener Maßen auf einen Campingplatz. Und genau dort schlug ich dann die Karte auf um unsere Durchquerung der Tatra zu planen und bekam noch schlechtere Laune:  Der Großteil der „Hütten“ in der Tatra sind Hotels, des Weiteren besteht eine Wintersperrung sämtlicher höher gelegener Wanderwege bis zum 15. Juni eines jeden Jahres, und es gibt sogenannte Einbahnwanderwege. AAAAAAALLLTEEEEEEERR: Die schreiben einem vor wann man wo und wie wandern darf????Ach übrigens Feuer machen auf dem Campingplatz  hat eine Strafe in Höhe von 500€ zu Folge. Also irgendwie alles zum Kotzen. Da sind die Schwaben alle Hippies im Vergleich…Dabei wollten wir doch einfach nur ein paar Tage Zeit in den Bergen verbringen. Und genau das wollten wir uns nicht nehmen lassen. Deshalb haben wir uns am nächsten Tag einfach auf den Weg gemacht um auf die über 2000 m hohe Teryhütte zu laufen. Und das war das Beste was wir haben machen können. Fernab von diesem Regelungswahn fanden wir das, was wir eigentlich suchten: Hochalpine Landschaften, glasklare Gebirgsseen und RUHE. Die Tatra ist wunderschön!! Es fiel mir ein wahrer Stein vom Herzen, festzustellen, dass eigentlich gar nicht so viel kaputt und überlatscht ist wie es von unten den Anschein machte. Erfreulicher weise trafen wir auf halber Strecke mit Julia zusammen, und hatten so für den Rest des Tages eine wirklich nette Weggefährtin.

Als wir dann nach über zehn Stunden wieder an unserem Karren waren, war klar, dass wir am nächsten Tag einen Ruhetag einlegen wollten. Wäsche waschen, ein paar Dinge am Lkw fit machen, einkaufen usw. Und genau an diesem Tag kamen dann die beiden Lübecker Tobis mit ihren Motorrädern auf den Platz gefahren und wir haben uns sofort richtig gut verstanden. Die beiden waren soo nett und lustig, dass wir am selben Abend echt noch ewig verhockt sind. Schnell stellte sich heraus, dass wir  genau dieselbe Reiserichtung hatten – nämlich in die Karpaten zu fahren. An ein gemeinsames Weiterfahren dachten wir aber nicht großartig. Von daher verabschiedeten wir uns dann auch am nächsten Morgen und machten uns auf den Weg nach Zadiel in der Südslowakei. Denn dort befindet sich die 300m tiefe und 4km lange Kartsschlucht Zadieslka dolina die nicht nur sehr schön sein soll, sondern auch Kletterpotenzial hat. Als wir dann nachmittags ankamen schickte wir den beiden einfach mal unseren Standort und siehe da: Abends kamen die beiden Tobis wieder angefahren. Das hat uns richtig gefreut. Also haben wir zusammen gegrillt und mal wieder einen richtig netten Abend gehabt. Also mit denen gab es irgendwie immer was zu labern. Richtig top. Eigentlich wollten wir ja hier ein paar Tage zum Klettern bleiben und deshalb sind die Tobis dann am nächsten Tag direkt weiter gefahren und wir wollten uns mittels einer Wanderung die Klettergebiete anschauen. Also Tschüss Tobis es war echt geil mit euch. machts gut, gute Fahrt und plaplapla. 

Bei der Wanderung, welche durch erstaunlich Schwäbische Albmäßige Landschaften führte, wurde uns schnell klar, dass man hier nicht geklettert haben muss. Der Fels sah sehr splittrig aus und die Routen schon seit Jahren nicht mehr beklettert. Dafür wurden wir mit einem gigantischen Weitblick auf die ungarische Tiefebene belohnt. So kam es, dass wir am selben Nachmittag doch noch weiter fuhren. Aber wohin denn jetzt? Und just in diesem Moment, machte mein Handy „Bing“ und die Tobis hatten uns ihren Standort geschickt: Debrecen (Ungarn) 130km entfernt. Wie geil ist das denn, dachten wir uns. Selbst wenn es ein Campingplatz war, war es uns total recht an diesem Tag keinen Stellplatz suchen zu müssen und unsere beiden Freunde wieder zutreffen. Also Abfahrt Debrecen. Tja, und da sind wir dann in ein richtiges Festival der besonderen Art gefahren. Es stand ein dreitägiges Rockertreffen zweier befreundschafteter Chapter an, mit Band, Bier, jede menge Motorrädern usw. Am selben Abend wurden wir sogar noch vom Oberpräsidenten des Chapters eingeladen zu Bier und Schnaps und er hat uns ganz fürsorglich mit seiner selbstgeschlachteten Sau gefüttert. Ja gefüttert. Ganz der Fürsorgliche. Echt witzig. Am nächsten Tag beim Soundcheck kam dann aber doch eine wenig Besorgnis unsererseits auf. Man muss bedenken, dass wir lediglich 40m weg vor der Bühne standen und wir konnten uns vor unserem LKW nichtmal mehr anschreien. Schonmal was von Dezibelbegrenzung gehört???NEIN. Tja, wie diese Nacht wohl mit Anton zu überstehen ist wissen die Götter. Im Laufe des nachmittags hat sich dann aber herausgestellt, dass die ach so harten Rocker erstens nur bis zwölf Uhr spielen dürfen und zweitens  nicht vollgas laut, da die Location mitten in einem Wohngebiet war. Und so verbrachten wir dort zwei sehr schöne Tage. Man muss auch noch erwähnen, dass direkt neben der Bühne ein Freibad war, welches aus Thermalwasser aus der Erde gespeist wurde. So gab es da unter anderem auch ein 36 Grad warmes Schwefelbecken (oder so). Der Hammer: Bier, Freibad, warmes Wasser, Sonne, die Bühne 30 meter weg und die beiden Tobis mit solider Dummschwätzerei mit dabei. Ganz herrvorragend. Ach und Respekt an Melli bezüglich Anton versorgen und 40m weg von der Bühne pennen. Am nächsten Morgen, nach einem saftigen Gewitter gings dann aber nix wie los in Richtung Rumänien. Dank der ganzen Motorradfahrer hatten wir ja jede Menge Tipps bezüglich kleine feine  Passstraßen und genau diesen folgten wir….Und die Gewitter folgten uns. Leute ich sags euch, solche Gewitter gibts bei uns maximal einmal imJahr. Was da runter prasselt. Oft noch in Kombination mit Hagel. Das ist so dermaßen laut, dass man im Karren während der Fahrt nichtmal mehr den Motor hört. Da klingeln die Ohren. Alba Julia hat uns dann auch direkt mal mit Hochwasser und Gullischächten, die wie Springbrunnen aus der Straße sprudelten, empfangen. Von dort aus gings weiter auf die Transalpina. Eine Passstraße, welche die gesamten Karpaten von Nord nach Süd durchquert: 148 km Serpentinen. Diese Strecke teilten wir uns auf zwei Tage auf. Ich vermute unsere Durchschnitsgeschwindigkewit lag bei 25 Km/h. Da hat es mal richtig saftig hochgeballert. Aber schaut euch am besten selbst die Bilder an, wie spektakulär diese Straße in das Gebirge gebaut wurde. Nach einem wunderschönen ruhig gelegenem Stellplatz in  der rumänischen Tiefebene vor Bukarest machten wir uns auf den Weg ans Schwarze Meer. Einige Stunden und Gewitter später fanden wir uns dann hier am Plaja de Corbu wieder. Einfach nur abgefahren. Man kann mit dem Karren bis fast 50m ans Meer heranfahren, kaum Menschen da und und nach links und rechts kilometerweite Strände. Top. Hier verbringen wir erstmal die nächsten Tage. Zum einen um uns von der Fahrerei zu erholen und zum anderen gibt es auch wieder viel zu tun: Irgendwie spacken unsere Batterie oder Solarregler ( wir haben grad keinen Kühlschrank), unser Warmwasser per Gas zickt, und im besten Fall bekomm ich auch noch heraus warum unser Motor immer mal wieder ganz schön gestottert hat. Tja Leute, dass war jetzt mal die hardcore Zusammenfassung und ich hoffe ihr habt ein grobes Bild was ungerade umtreibt. 

Ach was ich noch vergessen hab. Von den Tobis wurden wir auf Grund der Gewitter getrennt, da diese in eine Pension gegangen sind und wir irgendwo anders wild gestanden sind. Und am nächsten  Tag fuhren wir ja weiter richtung Schwarzes Meer und die Beiden wieder gen Heimat (sie hatten leider nur Urlaub) – tja, durch Zufall getroffen und durch Zufall wieder getrennt.

 Leute ich wünsch ich was und wir sind sehr auf Bulgarien und die Türkei gespannt.

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Auf dem Weg in die Hohe Tatra

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Was gibst Spannenderes?

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Frechdax am Start

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Hohe Tatra hallo

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Kein Kommentar

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Zadiel

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Schwäbische Alb?

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Anton unter Rockern:::

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Der Perfekte Stellplatz-mit Spielplatz für Anton

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Tja die Gewitter haben wohl keinen verschont- alle am Sachen trocknen

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Unterwegs auf der Transalpina

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Was für eine Straße!!

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Auf dem Weg zum Schwarzen Meer

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Meer wir kommen

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Das Schwarze Meer bei gewittrigen Verhältnissen

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Eine Antwort to “Von der Hohen Tatra bis zum Schwarzen Meer- oder einfach nur die Ära der Tobis”

  1. maja Juni 21, 2018 um 5:48 pm #

    Hey ihr lieben ,das hört und sieht sich ja alles hervorragend an.bin gespannt auf die nächsten etappen.lassts euch gut gehn!liebe grüße tante majette

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