Frankenjura und Sneznik

15 Mai

Sind wir echt erst vor einer Woche losgefahren? Wahnsinn. Allein in den ersten acht Tagen unserer Reise ist bereits so viel passiert, dass es mir wie eine halbe Ewigkeit vorkommt. Doch jetzt mal eins nach dem anderem. Letzten Montag am 7. Mai machten wir uns nach einem brachialen Abschiedsfest und schwerem Abschied auf den Weg nach Nürnberg. Dort besuchten wir erstmal meinen Vater und seine Freundin und als wir noch am selben Abend in der Stadt saßen und ein Bier tranken, dachte ich mir schon wie schnell sich die Lebensumstände ändern können. Bei bestem Wetter und sommerlichen Temperaturen war dieser Nürnberger Biergarten unsere erste Station um mal kurz durchzuschnaufen und versuchen zu erahnen was es heißt, dass wir nun all unser Hab und Gut in einem Lkw haben und in einen neuen Lebensabschnitt starten. Von den bevorstehen Erlebnissen mal ganz abgesehen. Hammer Gefühl. Schnell stellte sich heraus, dass wir Anton für zwei Tage bei Oma und Opa lassen dürfen und dann war ja eh klar was anstand: Abfahrt Fränkische zum Vollgas Klettern OHNE KIND und einfach mal zwei Tage allein sein. Danke dafür. Das tat uns richtig gut zumal wir echt spürten wie uns die letzten zwei Wochen zu Hause ausgezehrt hatten. All der Versicherungskram, all die kleinen Abschiedsgespräche im Alltag,die Haushaltsauflösung und Packerei und nebenher doch noch sämtliche Sachen im Lkw dazu bauen. Allein bis meine komplette Werkstatt inklusive Ersatzteile im Karren verstaut waren vergingen zwei Nachmittag usw…Mittwochs ging dann auch schon wieder los mit Highlife. Manuela und Papa kamen mit Anton, und unsere zwei Naberner Nachbarn besuchten uns mit noch einem weiteren Kumpel. Da wir nun auch einige Zeltschläfer mit von der Partie hatten, ließen wir uns für die nächsten Tage auf dem Betzensteiner Campingplatz nieder. Dort  verbrachten wir die nächsten Tage mit gemütlich frühstücken, klettern, viel Chillen und jeden Abend mit Bier und Wein am Feuer sitzen. Die Stimmung war wirklich mega entspannt. Sehr gefreut hat mich auch die Tatsache, dass ich offensichtlich doch gar nicht mal so unfit war wie ich befürchtet hatte. So konnte ich in den vier kletterten zwei 9- Routen und um ein Haar eine 9+ im zweiten Versuch durchsteigen. Und was Melli an den Fels brachte und bringt kann sich echt auch sehen lassen. Ihr Training hat sich also voll gelohnt. Am Sonntag machten wir uns dann auf den Weg nach Dresden um Juli und Rosa zu besuchen und die Gegend rund um das Elbsansteingebirge zu erkunden. Kletternd versteht sich. Dresden empfing uns mit strahlendem Sonnenschein und einem kühlen Bier am Elbufer. Volltreffer. Den LKW konnten wir mitten in der Stadt vor der Kletterhalle parken und dort verbrachten wir eine gemütlichere Nacht als anfangs vermutet. Am nächsten Tag machten wir uns dann erstmal auf den Weg nach Tschechien um dort das Bouldergebiet Szneznik unsicher zu machen. Allerdings fingen bei der Fahrt diverse Lämpchen im LKW  mit blinken an und ich durfte erst einmal Reparaturarbeiten leisten. Nach ca. einer Stunde hatte ich den Übeltäter entlarvt. Aus irgendeinem Grund hatte es ein Kabel aus dem Regler der Lichtmaschine gerissen. Naja soll ja recht sein, dass die Panne so einfach zu beheben war. Die letzten zwei Tage haben wir uns ganz schön kaputt gebullert. Obwohl die Felsen hier aus Sandstein sind ist es echt krass wie die Kletterei auf die Haut geht. Schmirgelpapier wär Luxus dagegen. Aber Leute eins sag ich euch: KOMMT HIER HER!!!! Hier gibt es über 1500 Probleme in einer wunderschönen Landschaft bestehend aus Birkenwäldern die aus Wiesen- und Blaubeerböden wachsen. Dazwischen liegen all die wunderschönen Sandsteinböcke und man hat eine prima Aussicht auf das Elbtal und Tschechien. Das Gebiet kann locker mit Fontainebleau mithalten. Und eins gilt es an dieser Stelle auch noch zu erwähnen: Es ist hier alles soo billig.  Brötchen kosten 9 cent, ein 12er Pack Salamis 6 € und belegte Brote gibts für 59 cent. Also warum das Ganze hier nicht von Heerscharen internationaler Kletterer überlaufen ist, ist echt verwunderlich.

Joa, zu erzählen gäbe es noch viel. Ich mach hier jetzt aber trotzdem mal einen Punkt mit dem Versprechen euch stets weiter auf dem Laufenden zu halten. Eins sei schonmal verraten: Am Freitag kommen unsere Ehrengäste Tim und Nina, wir freuen uns.

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Am Anfang war das Chaos

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Der kleinste Teil der Werkstatt

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Haushaltsaufösung

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Remmidemmi in betzenstein

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Anton hast auch gemütlich

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Der Karren….

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…als Waschsalon

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Frühstück

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Dresden!!

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Die erste Panne

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Aufstieg zum Sneznik

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Meli in „El choroz“ FB 6a

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Chalken ist wichtig

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Auf dem Hochplateau

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Papa Eis!!

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„No Name“ 6a

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„Best of direct“ 7a

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„Nadhodnocenej“ 7a

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„Sputnik“ 7a

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Meine drei Blondis

 

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2 Antworten to “Frankenjura und Sneznik”

  1. Papa Mai 16, 2018 um 9:05 pm #

    Spannend!

  2. Oma Mai 21, 2018 um 11:55 am #

    Nun bist Du wieder in Deinem Element, halt Dich fest !!! Liebe Grüße

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