Ripoll, Montserrat

26 Dez

Vor einer guten Woche sind wir im gelobten Land angekommen. Unser Basislager konnten wir in der Ferienwohnung von Joan in Calella de Mar, dem alten Druiden, aufschlagen. Am nächsten Morgen fuhren wir zu dritt ins 130 km entfernte Ripoll und machten dort die Felsen unsicher. Dank unserem Lokalmatador konnten wir sofort an unbekannte Felsen vordringen. Die Nacht verbrachten wir in dem Kletterrefugio am Col de Merolla mitten in den Pyrenäen. Mit dem Wetter hatten wir wieder mehr Glück als Verstand und so konnten wir in der sommerlichen Mittagshitze ordentliche Erfolge einheimsen: Juli kletterte seine erste 7c in Flash und ich konnte mit „Urca“ im zweiten Versuch meine schnellste 7c+ steigen.

Danach ging es zurück nach Calella und wir konnten uns und die Wäsche endlich waschen.

Nun lag es unserem Druiden Joan sehr am Herzen, uns sein Lieblingsgebiet „San Benet“ in Montserrat nahezubringen. Montserrat ist ein ca. 1300 Meter hohes Konglomeratmassiv 40km nördlich von Barcelona. Schon von weitem sieht man die grauen eierkopfartigen Konglomerattürme. Als wir dann zur „Ermita de San Benet“ aufstiegen wurde uns klar, dass dieses Kletterparadies magisch ist. Wir kamen uns wie in einer Märchenlandschaft vor und auch unsere Unterkunft, eine alte verlassene Kapelle, hatte etwas sehr gemütliches. Dort gab es weder Strom noch Wasser und so saßen wir am Abend bei Kerzenlicht am wärmenden Ofen. Die Tage verbrachten wir mit Sportklettern und damit die ca. 120 Meter hohen umliegenden Felstürme zu erklettern.

Aber am ersten Tag waren wir ganz schön erstaunt wie schwierig und technisch die Kletterei hier war. Regelmäßig flogen wir aus den 6c’s raus. Wir lernten sogar neue Absicherungsmethoden speziell für das Konglomeratgestein kennen: Mit Merletschlingen kann man einzelne Kiesel abbinden und somit als Sicherungspunkte benutzen. Ein besonderes Erlebnis war die Besteigung der „La Momia“ durch die ca. 120 Meter hohe Südwand.

Auf jeden Fall waren die letzten 4 Tage Erholung für Körper und Seele.

Weihnachten verbrachten wir mit Besuch aus der Heimat: Patti, Jo und Papa rückten sogar mit einem Weihnachtsbaum an. Die Krönung des Festes war das Käsefondue.

Morgen sind wir auf ein katalonisches Weihnachtsessen im Hause Joans eingeladen. Darauf freuen wir uns besonders.

Patti und ich beim Ausstieg aus der Suedwand der "La Momia"

Patti und ich beim Ausstieg aus der Suedwand der „La Momia“

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Der Elefant und "La Momia"

Der Elefant und „La Momia“

Unsere Unterkunft: La Ermita de San Benet

Unsere Unterkunft: La Ermita de San Benet

Juli im steinernen Meer an der "Prenyada"

Juli im steinernen Meer
an der „Prenyada“

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