Shangri-la, Langeweile und Chaos

16 Apr

Nachdem wir es geschafft hatten unsere Visas in Lijiang zu verlängern haben wir uns auf den Weg nach Shangri-la gemacht. Die Prozedur mit dem Visa war die reinste Tortur. Keiner sprach Englisch, die Polizeistationen und das PSB waren umgezogen, die Hotels wollten uns keine gefakten Aufenthaltsdokumente ausstellen usw. Nach einen Tag organisieren, reden per google Translater und gestikulieren, kamen wir endlich zum PSB (public Security Bearu).Und das war echt die größte Lachnummer meines Lebens. Das Ding ist ein riesiges Gebäude, total leer und dieser Ort strotzt förmlich vor bürokratischer Langeweile. Naja, auf jeden Fall, waren den Chinesen unsere Fotos nicht gut genug und so wurden wir zu einem ca. 1 Stündigen Fotoshooting verdonnert. Das Problem war nicht unbedingt die Fotos zu schießen, sondern danach die Bildbearbeitung am Computer. Mir wurden die Dreads „abgeschnitten“,unsere Piercings und Ohrringe wurden übermalt, Halsketten rausradiert, die Haut weißer gemacht und mir wurde sogar noch der Hals verlängert. Antony und ich konnten nicht mehr vor Lachen, doch für die Chinesen schien das irgendwie ernst zu sein. Das nächste Problem war dann, das wir eine Woche auf unsere Visas warten mussten. Und so entschieden wir( mittlerweile zu dritt, da Gili aus Israel zu uns gestoßen ist) uns einen 4 tägigen Trek, in der uns empfohlenen Tiger Leaping Gorge zu unternehmen.Das stellte sich aber als totaler Flop heraus, da es regnete und diese Schlucht auch einfach nicht schön war, zumal die Chinesen mal wieder ihre Fähigkeit, die Natur zu verschandeln, unter Beweis stellten. So ging es dann weiter nach Shangri-la. Dieses Städtchen ist ziemlich tibetisch und liegt auf 3300m. Allerdings waren die letzten 3 tage die wir dort verbracht haben auch eher ein wenig langweilig, da das Wetter schlecht war und es hier nicht so viel zu tun gab. Daher versuchten wir Informationen für den großen Tibettrek zu bekommen und das stellte sich mal wieder als ein Ding der Unmöglichkeit heraus.Es ist sooooo schwierig in China abseits der ausgetrampelten Toursitenreisewege sich zu bewegen. Letztlich kamen wir dann doch noch an ein paar Leute ran, die uns Infos beschaffen konnten:Der Trek ist gerade unmöglich zu machen, da dieses Jahr unverhältnismäßig viel Schnee liegt und die tibetische Grenze auch immer dichter macht (vor kurzem gab es Unruhen als tibetische Mönche sich anzündeten um gegen China zu protestieren)..Jetzt mal schauen was noch so kommt. Aber nichts desto trotz war Shangri-la mit den schneeweißen Bergen im Hintergrund und der tibetischen Kultur echt schön.
Ich hab grad nochmal meinen Artikel gelesen und möchte deswegen noch was dazu sagen: Die Chinesen sind ein total nettes und gastfreundschaftliches Volk und das Land mit seiner Landschaft und exotischen Mahlzeiten raubt mir immer wieder den Atem. Ich möchte hier in keinster Weise China kritisieren, aber ich muss zugeben, dass vieles hier nicht ganz so einfach ist wie in anderen asiatischen Ländern und das hier durchaus eine andere, ja teilweise mir fremde Mentalität, vorherrscht

Shangri-La (3300m)

Shangri-La (3300m)

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2 Antworten to “Shangri-la, Langeweile und Chaos”

  1. Opa oma April 17, 2013 um 7:21 am #

    Guten morgen lieber Maximilian
    Sonne,Sand,Strand, Gruß aus Sardinien
    Bist Du nun ein Langhals oder ein Langnase
    Freuen uns auf Deinen frischgewaschenen Hals
    Opa und oma

  2. Carina April 18, 2013 um 5:43 pm #

    Auf das Foto bin ich ja gespannt, liebe Giraffe mit langem Hals 🙂

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