Tempel, Tempel und nochmal Tempel

29 Nov

Massiver Muskelschwund am Oberkörper, großflächige Hautschälungen an den Händen, seit Tagen nur Kultur und Städte. Nein ich bin nicht zum Sightseeing-Rentner mutiert, sondern leide seit ein paar Tagen viel mehr an einem akuten, chronischen und kalten Kletterentzug. Die Lösung heißt Indien, das Problem heißt Visa.Haha.Wenn alles klappt flieg ich morgen nach Bangalore um den nächsten Monat in Hampi zu bouldern.
Doch zuerst möchte ich euch erst mal was von meinen letzten „actionreichen“ Tagen erzählen.
Nach dem Chitwan-Nationalpark bin ich für zwei Tage nach Lumbini gefahren. Lumbini ist die Inkarnationsstätte, also Geburtsort, Siddhartas. Auch bekannt als Buddha. Lumbini liegt nahe der indischen Grenze und ist ein großer Wallfahrtsort für Buddhisten. Entgegen meiner Erwartungen waren dort aber nicht viele Touristen. Das Herz Lumbinis ist ein riesiger Park in dem jede Menge Tempel aus der ganzen Welt stehen.Sogar aus Österreich und Frankreich. Um die Tempel besser zu besichtigen hat es sich angeboten ein Fahrrad auszuleihen und so machte ich mich dann auf den Weg. Man hat mir gesagt, dass man ca. 6 Stunden braucht um alles zu besichtigen.Aber um ehrlich zu sein: Nach 3 Stunden hat ich echt kein Bock mehr und hab mich in mein „Hotelzimmer“ verzogen.Ich mein Tempel sind ja schon schön und gut aber letztlich halt auch nur Tempel.Ein Fels hätte mal wieder was..Haha. Nach zwei Nächten, extrem billiger aber hervorragender Küche und ein paar netten Leuten bin ich dann wieder in den Nationalpark zurückgefahren, in dem sowieso noch mein Zelt stand.Dort verbrachte ich dann nochmal zwei wunderschöne Tage und hab mir so ein richtig schönes altes Oma-Schrott-Fahrrad mit gebogenem Lenker ausgeliehen, um mit diesem zu einem See mitten im Dschungel zu fahren. Und das war echt fantastisch. Allein schon durch die ganzen kleinen Dörfer und später auf einem schmalen Trampelpfad durch den Dschungel zu fahren war ein tolles Erlebnis.Aber der See war der absolute Höhepunkt. Dieser lag total ruhig von Bäumen umringt in der Landschaft und bot eine riesige Auswahl an Wasservögeln an. Ich hab sogar einen Schwarzen Ibiss gesehen.Von Affen ganz zu schweigen.
Leider musste ich dann am 26.11 zurück nach KTM um dort mein Visa abzuholen und ich wollt mir dort noch ein paar Sachen anschauen. Vorgestern war ich dann am Pashupatinath und an der Bodnath Stupa. Pashupatinath ist ein heiliger Ort mit jede Menge Tempel (wer hätts gedacht) an dem auch am Flussufer die Toten verbrannt werden. Das zu sehen war mal ganz interessant zumal ich mich dort mal mit einem Saddhu unterhalten habe. Er hat mich sogar eingeladen mit ihm zu essen. Das war eine ziemlich tolle Erfahrung.
Die Bodnath Stupa ist eine riesige Stupa,die man auch quer durch die ganze Stadt sieht und mehr gibt’s da meinerseits auch nicht zu sagen.Haha.
Gestern hab ich mir dann die heilige Stadt Bhaktapur angeschaut.Und das war wirklich schön. Dort gibt es jede Menge kleine Gassen und es ist nicht ganz so dreckig wie Thamel (Zentrum von KTM).
Das Besondere an Bhaktapur sind aber die alten roten Backsteinhäuser mit den kunstvollen schwarzen Holzschnitzereien.Und die sind echt der helle Wahn.Ich hab echt erst selten so filigrane Ornamentstrukturen gesehen.Außerdem gibt es dort auch wieder jede Menge Tempel aus Holz und sogar aus Stein.Nach diesem Hardcore-Kulturprogramm freue ich mich jetzt schon mega auf die Boulderblöcke in Hampi.Ich hoffe es klappt alles.

Hier gibts das beste Essen

Lumbini-Hier wurde Buddha geboren

Tja, der Chitwan-Nationalpark ist schon ein schönes Plätzchen

Auf dem Weg zum See

 

Die Totenverbrennungen am Pashupathinath

Die Tempelanlagen des Pashupathinath

Die riesige Bodnath Stupa

Die Tempel von Bhaktapur

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4 Antworten to “Tempel, Tempel und nochmal Tempel”

  1. philipp November 29, 2012 um 9:24 am #

    Neid, Neid & nochmal Neid aus München 😉
    ich drück dir die Daumen!
    Philipp

    • klettermaxi November 30, 2012 um 6:25 am #

      Danke danke.lass es ordentlich krachen in deinem Studium.
      gruß
      maxi

  2. Carina November 29, 2012 um 1:44 pm #

    Ich find das eine tolle Kombination aus Kultur, Gourmetgenuss und chilligem Dschungelaufenthalt !! Danke für die tollen Bilder!

  3. Papa Dezember 3, 2012 um 10:46 pm #

    Servus,

    gut angekommen in Hampi und wieder fit?

    Papa

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