Georgien – let the good times roll!

15 Jul

Es hat geklappt. Ich konnte tatsächlich nach ein paar Tagen mein  fertiges Visum in Trabzon abholen. Wie geil ist das denn. Ab diesem Moment gab es nichts mehr was uns dort festgehalten hätte und wir machten uns noch am selben Nachmittag auf den Weg in Richtung Georgien. Eigentlich wollten nur ein paar Kilometer fahren und noch eine Nacht an der türkischen Schwarzmeerküste verbringen…papalap. Die Türken haben das nämlich ganz toll hingebracht. Auf einer Strecke von über 200 km führt eine mega fette vierspurige Schnellstraße direkt an der Küste entlang. Es gibt weder Strände noch die Möglichkeit irgendwo am Meer anzuhalten und zu übernachten. Also ich sag dazu jetzt nichts…..So kam es aber, dass wir an diesem Nachmittag nicht nur über 200km fahren mussten, sondern unweigerlich abends um 20:00 Uhr an die georgische Grenze fahren mussten. Tja, das Ganze hat dann tatsächlich 5 Stunden gedauert bis wir dann endlich einreisen durften. Unglaublich. Die ursprüngliche Bammel, ob es für uns nicht wieder die klassische Art von Stress erzeugen könnte, wie im letzten Artikel ja beschrieben, erwiesen sich als unnötig. Ganz in Gegenteil: Klar waren wir fertig, Visa, Großstadt, 250km fahren, Grenzprozedere… das dann noch alles an einem Tag. Dafür aber war es nachts kühl und Anton schlief fast die gesamten  fünf Stunden durch. Von daher hatten wir es echt gut getroffen. Um halb zwei nacht standen wir endlich in Georgien. Nach dem organisieren einer SIM-Karte und das abschließen einer georgischen Versicherung (wir hatten eine total netten Helfer dafür) und die Bekanntschaft mit einem Geldautomaten der Stromschläge verteilt. kamen wir dann nachts um halb drei in Batumi an.Was für eine Stadt. Dort verbrachten wir gleich drei Tage, da es uns dort so gut gefallen hatte und wir fast direkt am Meer mitten in der Stadt einen Stellplatz gefunden hatten wo sogar Anton und Mo bedenkenlos draußen sein konnten. Und das in der Stadt!!! Hinzukamen die netten Georgier, und die Mischung aus alten und neuen Häusern, die selbst mir als tendenzieller Stadthasser richtig gut gefallen haben. Batumi ist ein Phänomen für sich. 

Von dort aus fuhren wir weiter in das Machakhele Tal und trafen dort Melano und ihre Familie in dem minikleinen Sackgassendorf Zeda Chkutuneti. Das witzige: Melano wohnt seit zwei Jahren in Hamburg, spricht perfektes deutsch und war gerade auf Familienbesuch. Direkt wurden wir eingeladen zu diversen Abendessen (mit silbergemachten Wein, Käse, Brot und anderen Spezialitäten), Schnapsbrennen bei ihrem Onkel und sie zeigte uns das ganze Dorf und die Umgebung drumherum. Danke Familie Kobuladze es waren geniale Tage. Was man noch erwähnen kann. Das Tal hat tropisches Klima und ist wirklich dschungelartig. Und abartig eng: ich hab mir bei einer Brückenüberquerung ganz schön die Tür verdonnert und den Rest mit Hammer und Meißel noch von der Brücke abschlagen dürfen. Von dort aus führte unser Weg weiter über den 2000m hohen Goderzipass. Was für ein Abenteuer. Über 50 km Schotterschlaglochmatschpiste durch den kleinen Kaukasus im Süden des Landes. Wir durchquerten kleinste Siedlungen, hatten Aussichten auf die weiten Täler des Gebirges und fahrtechnisch war alles dabei. Ein LKW ist sogar im Schlamm stecken geblieben und musste von einem Dreichachsallrad Monsterlkw abgeschleppt werden. Doch unser Haus hat alles hervorragend gemeistert. Auf dem Pass war dann ziemlich schlechtes Wetter und nach einer Rast im Restaurant „Edelweiss“ hihihi, wollten wir weiter fahren. Leider machte aber unser Lkw seit diversen Tagen Probleme beim Starten, da ja wie schon erwähnt der Laderergler der LiMA spackt. Von daher muss ich die Startbatterien immer wieder an unseren Generator hängen und dann läuft alles Problem los. Über Borjomi machten wir uns dann auf den Weg in den Nördlichen Kaukasus und die immerweißen 5000er zu bestaunen. Unterwegs trafen wir auf richtig nette tschechische Motorradfahrer die von der polnischen Grenze bis nach Georgien in 5 Tagen gefahren sind!!!!! Außerdem übernachteten wir noch an einem 30 Grad warmen Fluss. Bei ca. 35 Grad Lufttemperatur war das wahrlich keine Abkühlung.Und dann ging los. Wir wollten über den 2600m hohen Zagarpass nach Mestia fahren. Das Zentrum des Großen Kaukasus. Allerdings stellte sich der Pass nach ein paar Stunden fahrt (5-10kmh) für uns als unüberwindbares Hindernis dar. Zu tief Löcher, Bachdurchquerungen, ständiges Aufsitzen, abgerutschte Straßen sowie eigentlich viel zu enge Passagen mit Absturzgefahr, zwangen uns irgendwann dazu an einer kleinen Ausbuchtung umzudrehen. Melli ist ein teil des Rückwegs dann sogar gelaufen-kann ich nachvollziehen. Also dass war selbst mir fast zu heikel. tja, da waren wir aber wieder ganz schön unterwegs. Aber wir hatten ja gelernt, dass das nicht so gut für uns ist und so kommt es, dass wir nun seit ein paar Tagen bei Magnetiti am Schwarzen Strand stehen und einfach nur chillen. Mit Anton baden, den Karren auf Vordermann bringen (der hat nämlich ganz schön gelitten) Melli’s 40. Geburtstag feiern und uns einfach nur freuen, dass wir unterwegs sind und es nie langweilig wird. Und jetzt schaut euch am besten einfach selber die Bilder an. Jaja ich weiß da ist manchmal ganz schön schlecht Wetter drauf aber das ist hier ganz anders als in Deutschland, denn hier hat es immer mind. 25 grad. 

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Meli und die Türkei in ausführlichen Stichworten

1 Jul

 

es gibt keine champions.

ob brot, stoff (erst heute- es ist so ein blümchenmusterschleierstoff- als ersatz für unser verlorengegangenes moskitonetz), aprikosen, süssigkeiten- wir werden reich beschenkt, immerwieder.

bin das erste mal lkw gefahren- ging! hatte allerdings auch kein gegenverkehr und war  ziemlich gemütlich unterwegs.

taksi, aksesuars, pansion, turistik, plaja- nur einige wenige wortübernahmen.

hier ist das reinste wildcamping-paradies. alles ist erlaubt.

anton geht jetzt immer alleine schlafen- welche wohltat. so komm ich auch mal zu was wie man hier lesen kann.

meine türkischen wörter: yemek (essen), zeytin (oliven), ekmek (brot), bir (eins), ike tane (zwei stück), merhaba (guten tag), tesekür (danke), hosgeldiniz (herzlich willkommen),  sehir merkesi (Zentrum), effes.

maschinenpistolenschüsse im wald sind keine seltenheit. aber unangenehm. besonders wenn sie nur ein paar meter entfernt ertönen.

strassenhunde sind freundlich. und werden allermeist freundlich behandelt und gefüttert. sogar erdogan hat dazu aufgerufen die hunde und katzen zumindest mit wasser in der heissen jahreszeit zu versorgen. (hier nochmal ein danke an petra für die vielen antworten)

saudis verhalten sich ähnlich wie heuschrecken.

an der schwarzmeerküste gibt es sogut wie keine campingplätze. in der türkei wohlgemerkt. in rumänien und bulgarien schon.

kopftuchfrauen und ohnekopftuchfrauen verstehen sich prima.

in moscheen wird man bisweilen angegrabscht oder mit wissen überschüttet dass dann bezahlt werden soll.

alle (naja-fast alle) wollen anton anfassen.

erste frage ist meist: bist du verheiratet?

die türkei darf erst 2023 an ihre bodenschätze. sanktion aus dem 2. weltkrieg. hab ich nicht gewusst.

schule in der türkei ging seither so: vormittags quasi kein unterricht, dafür am mittag beim selben lehrer kostenpflichtigen Nachhilfeunterricht. jetzt läuft es anders. die lehrer tun sich schwer damit.

tabak kann man sackweise kaufen.

es gibt viel von: aprikosen, tomaten, auberginen, bohnen, pfirsiche, brot, tomaten, auberginen, aprikosen, bohnen usw.

in szeneläden bekommt man bier in der kaffeetasse.

alkohol ist teuer- wird dennoch gern auch von türken getrunken.

handwerklich ist das hier so eine sache. wasser kommt prinzipiell aus allen verschraubungen.

es gibt viel Fleisch.

anton sagt ekmek anstatt brot…

der käse ist seltsam bis merkwürdig. zum kochen gehts.

einer arbeitet gemütlich- 3 trinken cay.

es gibt keine pilze- nicht nur keine champions.

in ocb papes ist nicht immer das was man vermutet.

picknick neben einer 4-spurigen autobahn auf dem randstreifen ist üblich. es wird erstmal gemütlich cay aufgesetzt.

türken sind chiller. meistens.

der salat ist ohne dressing.

wenn du fragst wird dir geholfen. wenn du nicht fragst dann auch. heute wurden wir einfach so von der frau eines mannes (von einem anderen freund und nachbarn oder cousin, oder sie kannten sich nur zufällig, vom laden nebenan….) 8 km zurück zu unserem stellplatz gefahren. (hier nochmal ein Dankeschön an dich!)

gehe nicht in die türkei wenn du nach ruhe suchst und es ist ramadan/bayran…

döner gibts hier in sehr viel brot, mit salat und fleisch, ohne soße. fertig.

es gibt hunderte minikleiner einkaufsläden- bei uns würde man tante emma läden sagen. große läden mit auswahl sind rar. kichererbsen gibts überall.

es gibt pide, köfte, döner, cig köfte, corba, gözleme, bazlama… kein inder, kein chinese, kein italiener. lecker ist es aber aufjedenfall!

300m sind gleich 1km oder auch 50m oder 3 km. you can walk… ! nur die türken walken nie.

kein tennis, kein golf, kein jogging, kein fitnessstudio- scheint nicht angesagt zu sein.

kinder sind oft mit bei der arbeit. definition arbeit steht noch aus.

beim mercedes-ersatzteil-händler kannst du keine mercedes ersatzteile bekommen.

du musst wissen WO es WAS gibt. es gibt ein autoschrauberviertel, es gibt elektronikviertel, sportgeschäftsviertel, haushaltswarenviertel, klamottenviertel usw. liegen aber manchmal kilometer weit auseinander. wo ist das viertel für moskitonetze??

links ist auch mal rechts.

maska (maschka) ist nicht so harmlos wie es scheint.

manchmal ist es besser nicht alles zu wissen.

heimweh kommt und geht.

buchempfehlung: gebrauchsanweisung für die türkei, iris alanyali

reisebekanntschaften sind herrlich! ich grüsse euch 🙂

das kloster sümelas hat geschlossen.

 

 

Anton kann einen töten, Beziehung kann nerven, Reisen kann hart sein…… – DOCH LEIDER GEIL!!!

29 Jun

„Leute ich wünsch ich was und wir sind sehr auf Bulgarien und die Türkei gespannt.“ Das war jetzt nicht ernsthaft der letzte Satz meines letzten Eintrags???? Scheiße häng ich hinterher. ABER es gibt ja auch Gründe dafür…Um diese darzulegen fang ich jetzt einfach mal ein bisschen an zu erzählen.

Zunächst mal ganz kurz, Von Rumänien sind wir dann durch Bulgarien immer mehr oder weniger an der Schwarzmeeküste entlang in die Türkei gefahren. Bulgarien war für uns nicht vielmehr als ein Transitland. Lediglich einen Stopp legten wir an einem wirklich schönen Strand ein. Klar hat Bulgarien sehr viel zu bieten, aber wir wollten ja in die Türkei und selbst in dieser Zeit sind uns jede Menge abgefahrene Dinge passiert. Aber ich will  mich kurz fassen sonst muss ich tatsächlich noch ein Buch schreiben…. Erwähnenswert ist dann aber doch der Grenzübergang in die Türkei. Ich sag nur EU: Ade war Schee. Ganze  fünf „Grenzstationen“ mussten wir passieren. Zoll, Passkontrolle Bulgarien und dann Zoll, Passkontrolle und anderes Brimborium Türkei. Nach einer knappen Stunde hatten wir es dann geschafft. Wir waren in der Türkei. Von dort aus führte  unser Weg durch Babaeski nach Lüleburgaz. Und genau dort begrüßte uns die Türkei so wie ich sie eigentlich kannte. Absolut gastfreundschaftlich, scheinbar ziemlich unorganisiert aber doch sehr gechillt. Denn, in  Lüleburgaz gingen wir in einen Vodafoneladen um uns eine türkische SIM-Karte zu kaufen (EU-Datenroaming ist nicht mehr). Und das war echt schon ein Erlebnis für sich selbst. Anton wurde tausendmal angefasst und begehrt, Facebook Kontakte wurden ausgetauscht, Cay wurde uns Literweise eingeflöst und die angebotenen Zigaretten mussten wir im Stakkatointerval hinuntergieren. Des Weiteren kam völlig spontan, auf Anruf, ein Freund des Ladenbesitzers zu uns, da er Englisch konnte und uns somit das Prozedere, welcher dieser SIM-Kartenkauf(geht nur mit Reisepass) mit sich führt, erklären konnte. Als wir dann auch noch fragten wo wir denn eine Straßenkarte von der Türkei herbekommen, schmiß ein Anderer direkt sein Moped an um uns diese zu Organisieren usw…. Es war echt der Wahnsinn. 

Von dort aus ging es für uns weiter nach Istanbul, denn dort wollten wir unsere Visa für Iran und Indien organisieren. Indien? Ja, wir hatte zwischendurch den Entschluss gefasst nach Indien zu fahren. Tun es aber doch nicht.  Also jetzt fällt es mir auch ein bisschen Schwer die richtigen Worte zu fassen. Fakt ist, dass wir auf Grund dieses Planes vier Tage in Istanbul verbrachten, ich per Taxi von Botschaft zu Botschaft gefahren bin (bei 35 Grad) und feststellen musste, dass die indische Botschaft in Istanbul ein einziger Spastenverein ist und wir uns summasummarum ganz schön aufgerieben haben. Hinzukam, dass genau da Antons megazumkotzenbehindertbeschissenehardcoreTROTZPHASE angefangen hat. Liebe Leute, allein darüber könnt ich ne Hasspredigt verfassen. Naja, auf jeden Fall wurden uns die Visa auf Grund bürokratischer Feinheiten verwehrt und wir verließen Istanbul. Ich sehr gefrustet und generalangepisst und Meli von Anton sehr gestresst. Ich denk es ist offensichtlich was sich da anbahnte: Ganz genau, ein Beziehungsstress der klassischen Art zwischen Max und Meli. Aber ganz soweit war es NOCH nicht. Denn die nächsten Tage waren Landschafts und Streckentechnisch einfach nur der Hammer. Auf Größtenteils einspurig geschotterten Pistenpassstraßen bahnten wir uns Südwestlich in die Türkei hinein. Wir durchquerten Wüstenartige Felsengebirge, fuhren durch Dörfer, welche ich maximal in Timbuktu hinten Rechts erwartet hätte und konnten in 6 Stunden Fahrzeit maximale 60-80km zurücklegen. Traumhaft. ABER Anton spackte leider weiter, und ich kam an meine Grenzen und Meli war natürlich im Geschehen mit dabei. Und es gab kein Ausweg! Wir waren immer zu dritt und sobald sich einer mal eine wenig Zeit für sich nahm, war der andere ausgebrannt. Obwohl wir 24 Stunden am Tag zusammen waren, hatten sich Meli und ich verloren. Anton nahm uns mit seiner ganzen  phasenbedingten Unzufriedenheit ein, ich steckte in meinem Loch des nicht nach Indien fahren können und die ganze kacke mit Familie gegründet zu haben ausbaden zu müssen und Meli hatte mal Heimweh und mal Sorge um uns alle…Doch wir fuhren weiter. Fahren war auch das einzige um mal ein bisschen Abstand zu bekommen:Anton war angeschnallt und ein wenig beschäftigt mit raus gucken, ich war für mich allein „weil ich musste ja fahren“ und Meli konnte, wenn wir durch Empfang gefahren sind, Kontakt zur Heimat aufnehmen. Tja und in diesem Spannungsverhältnis mit diversen Tiefs und Hochs, die ich hier nicht weiter ausführen werde, sind wir dann über ein paar Umwege, Seen, Nationalparks und andere Sehenswürdigkeiten sowie menschlichen Begegnungen in Kappadokien eingetroffen. Für mich war es ja bereits das zweite Mal in Kappadokoien und auch diesmal war ich wieder Hin und weg von dieser Landschaft. Einfach nur atemberaubend, Und das allerbeste waren Alf und Clausi: Ein homosexuelles Münchner Ehepaar mit einer Lebens-und Beziehungseinstellung die seinesgleichen sucht. Die beiden taten uns richtig gut. Und wir verbrachten vier wunderschöne Tage in  Kappadokien mit sehr entspannten Abenden.(Was das gleich für ein Unterschied macht, wenn man Gleichgesinnte trifft und mal aus seinen eigenem Ding wieder rauskommt). Aber irgendwie war das Problem mit Anton immer noch nicht gelöst und ich wiederum kam nicht aus meinem Negativloch gegenüber Meli raus…Von Kappadokien fuhren wir dann innerhalb zwei Tage nach Trabzon (dort wollte ich das Iranvisum nochmal angehen). Und diese Stadt, welche mich seit meinem achtzehnten Lebensjahr „begleitet“ (Wollt ja mal nach Indien per Rad fahren und in Trabzon bekam man das Iranvisum sehr leicht- heute leider nicht mehr), hat uns zwar sehr fasziniert, aber leider auf Grund der Hitze, des Chaos, der problematischen Verständigung und der Konsulatsbesuche vollends gesprengt: Ich konnte und wollte nicht mehr weiter machen. Antons Trotzphase lief seit 3,5 Wochen, seit 2,5 Wochen war zwischen Meli und mir ein gefühltes Vakuum entstanden, und überhaupt waren wir am Ende unserer Kräfte. Doch was ist das? Anton? Bist du es noch? Du schreist ja gar nicht mehr rum? Du beißt ja gar nicht mehr? Hä wieso fliegt mir das Brot jetzt nicht um die Ohren? Leerst du echt nicht mehr dein Trinken aus, bemalst die Wände nicht  und rastest auch nicht aus wenn wir dir das geben was du bis gerade eben noch ausrastend wolltest??? Die Trotzphase war zu ende…. Allein beim schreiben spür ich den Stein der mir da vom Herzen fiel. Aber deswegen war noch nicht alles gut….Jetzt endlich konnten sich mal Meli und ich richtig ausreden (Butter bei d fische). Hatten Energie dafür persönliche Ungereimtheiten aus dem Weg zu schaffen und die letzten Wochen aufzuarbeiten. Und ab da kam der Frieden. Die Erholung.  Das Gefühl, weshalb wir eigentlich unterwegs sein wollten. Und auch die Einsicht, dass der ganze Stress der letzten Wochen eigentlich für n Arsch war (aber irgendwie berechtigt). 

Jetzt stehen wir oberhalb von Trabzon in den Bergen, und warten darauf, dass sich das iranische Konsulat meldet (da gas nämlich auch noch irgendein Missverständnis mit Teheran, weshalb ich mein Visa nicht hab abholen können, mal sehen). Dafür haben wir einen mega chilligen Stellplatz und genießen unsere Zeit als Familie gerade sehr. Und jetzt bin ich einfach nur froh diesen Artikel fertig geschrieben zu haben und behaupten zu können, dass wir eine unserer schwersten Krisen hinter uns haben. LEIDER GEIL !!!

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Türkei wir kommen

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Anton und die Katzen von Istanbul

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Wir haben Besuch.

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Der Bosporus

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Unser Stellplatz in Istanbul

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Blaue Moschee

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Heybeliada

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Anton ist hier wie ein Erscheinung

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Und wieder wird er vereinnahmt

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Agva

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Türkisch Camping

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Auf dem Dach gibts Empfang

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Hier hab ich meinen ersten Fisch gefangen

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Wir haben sogar den Ofen angehabt

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Die Kanals sin der hammer hier

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Waldarbeiter leben mit ihren Familien im Wald

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3 tage abseits der normalen Straßen

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Traumstellplätze ohne Ende

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Wieder Piste..

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…durch Hinterweltsdörfer

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In der Anatolischen Steppe

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Tuz Gölü- Salzsee

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Wanderarbeiter

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On the road

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Anton und die Kangalhündin

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Offroad in Kappadokien

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Was für ein Stellplatz

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Und immer wieder Gebastel

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Auf dem Weg nach Trabzon

 

 

 

Von der Hohen Tatra bis zum Schwarzen Meer- oder einfach nur die Ära der Tobis

6 Jun

Grüüüüß Gotte miteinander, endlich schaff ich es mal wieder etwas zu berichten. Eigentlich ist der letzte Beitrag noch nicht mal zwei Wochen her doch seit einer Woche denk ich daran wieder etwas zu veröffentlichen. Aber immer kam etwas dazwischen…entweder hatten wir Besuch oder keinen Empfang oder einfach keine Muße. Naja. Und jetzt sitz ich hier grad  30 Meter vom Schwarzen Meer entfernt, hör die Brandung rauschen und hab meine absolute Ruhe – der perfekte Moment um meinen lieben Mitlesern einen schönen Artikel zu schreiben. Jaja ihr habt schon richtig gelesen: Wir stehen mitten in der Pampa an einem einsamen Strand am Schwarzen Meer……

Vom Bonzengolfplatz Marienbad ging es für uns, wie angekündigt in die Hohe Tatra. Die Strecke teilten wir uns auf 2,5 Tage auf und wir hatten richtig Glück mit der Stellplatzsuche. Das ist ja immer so eine Sache, wenn man irgendwohin will und weiß man muss unterwegs übernachten. Doch glücklicherweise fanden wir einen wunderschönen und einen schönen Stellplatz auf dem Weg in das kleinste Hochgebirge unserer Erde. Als wir dann in Tatranska Lomnica, unser Ausgangspunkt für Touren in der Hohen Tatra ankamen, traf uns erstmal der Schlag. Tourismus, Tourismus, Tourismus – aber vorsaisonal  Das heißt wir wurden nicht von Menschenmengen empfangen sondern von leeren Hotelbauten, geschlossenen Apresskibars, halb motivierten Souvenierständen und alles was das Chinesentouriherz erfüllt. Parkplätze hatte horende Parkgebühren inklusive Parkeinweisern und an frei Stehen war nicht zu denken. Deshalb stellten wir uns, nachdem wir in der TOURISTENINFORMATION eine Wanderkarte gekauft hatten, mehr oder weniger gezwungener Maßen auf einen Campingplatz. Und genau dort schlug ich dann die Karte auf um unsere Durchquerung der Tatra zu planen und bekam noch schlechtere Laune:  Der Großteil der „Hütten“ in der Tatra sind Hotels, des Weiteren besteht eine Wintersperrung sämtlicher höher gelegener Wanderwege bis zum 15. Juni eines jeden Jahres, und es gibt sogenannte Einbahnwanderwege. AAAAAAALLLTEEEEEEERR: Die schreiben einem vor wann man wo und wie wandern darf????Ach übrigens Feuer machen auf dem Campingplatz  hat eine Strafe in Höhe von 500€ zu Folge. Also irgendwie alles zum Kotzen. Da sind die Schwaben alle Hippies im Vergleich…Dabei wollten wir doch einfach nur ein paar Tage Zeit in den Bergen verbringen. Und genau das wollten wir uns nicht nehmen lassen. Deshalb haben wir uns am nächsten Tag einfach auf den Weg gemacht um auf die über 2000 m hohe Teryhütte zu laufen. Und das war das Beste was wir haben machen können. Fernab von diesem Regelungswahn fanden wir das, was wir eigentlich suchten: Hochalpine Landschaften, glasklare Gebirgsseen und RUHE. Die Tatra ist wunderschön!! Es fiel mir ein wahrer Stein vom Herzen, festzustellen, dass eigentlich gar nicht so viel kaputt und überlatscht ist wie es von unten den Anschein machte. Erfreulicher weise trafen wir auf halber Strecke mit Julia zusammen, und hatten so für den Rest des Tages eine wirklich nette Weggefährtin.

Als wir dann nach über zehn Stunden wieder an unserem Karren waren, war klar, dass wir am nächsten Tag einen Ruhetag einlegen wollten. Wäsche waschen, ein paar Dinge am Lkw fit machen, einkaufen usw. Und genau an diesem Tag kamen dann die beiden Lübecker Tobis mit ihren Motorrädern auf den Platz gefahren und wir haben uns sofort richtig gut verstanden. Die beiden waren soo nett und lustig, dass wir am selben Abend echt noch ewig verhockt sind. Schnell stellte sich heraus, dass wir  genau dieselbe Reiserichtung hatten – nämlich in die Karpaten zu fahren. An ein gemeinsames Weiterfahren dachten wir aber nicht großartig. Von daher verabschiedeten wir uns dann auch am nächsten Morgen und machten uns auf den Weg nach Zadiel in der Südslowakei. Denn dort befindet sich die 300m tiefe und 4km lange Kartsschlucht Zadieslka dolina die nicht nur sehr schön sein soll, sondern auch Kletterpotenzial hat. Als wir dann nachmittags ankamen schickte wir den beiden einfach mal unseren Standort und siehe da: Abends kamen die beiden Tobis wieder angefahren. Das hat uns richtig gefreut. Also haben wir zusammen gegrillt und mal wieder einen richtig netten Abend gehabt. Also mit denen gab es irgendwie immer was zu labern. Richtig top. Eigentlich wollten wir ja hier ein paar Tage zum Klettern bleiben und deshalb sind die Tobis dann am nächsten Tag direkt weiter gefahren und wir wollten uns mittels einer Wanderung die Klettergebiete anschauen. Also Tschüss Tobis es war echt geil mit euch. machts gut, gute Fahrt und plaplapla. 

Bei der Wanderung, welche durch erstaunlich Schwäbische Albmäßige Landschaften führte, wurde uns schnell klar, dass man hier nicht geklettert haben muss. Der Fels sah sehr splittrig aus und die Routen schon seit Jahren nicht mehr beklettert. Dafür wurden wir mit einem gigantischen Weitblick auf die ungarische Tiefebene belohnt. So kam es, dass wir am selben Nachmittag doch noch weiter fuhren. Aber wohin denn jetzt? Und just in diesem Moment, machte mein Handy „Bing“ und die Tobis hatten uns ihren Standort geschickt: Debrecen (Ungarn) 130km entfernt. Wie geil ist das denn, dachten wir uns. Selbst wenn es ein Campingplatz war, war es uns total recht an diesem Tag keinen Stellplatz suchen zu müssen und unsere beiden Freunde wieder zutreffen. Also Abfahrt Debrecen. Tja, und da sind wir dann in ein richtiges Festival der besonderen Art gefahren. Es stand ein dreitägiges Rockertreffen zweier befreundschafteter Chapter an, mit Band, Bier, jede menge Motorrädern usw. Am selben Abend wurden wir sogar noch vom Oberpräsidenten des Chapters eingeladen zu Bier und Schnaps und er hat uns ganz fürsorglich mit seiner selbstgeschlachteten Sau gefüttert. Ja gefüttert. Ganz der Fürsorgliche. Echt witzig. Am nächsten Tag beim Soundcheck kam dann aber doch eine wenig Besorgnis unsererseits auf. Man muss bedenken, dass wir lediglich 40m weg vor der Bühne standen und wir konnten uns vor unserem LKW nichtmal mehr anschreien. Schonmal was von Dezibelbegrenzung gehört???NEIN. Tja, wie diese Nacht wohl mit Anton zu überstehen ist wissen die Götter. Im Laufe des nachmittags hat sich dann aber herausgestellt, dass die ach so harten Rocker erstens nur bis zwölf Uhr spielen dürfen und zweitens  nicht vollgas laut, da die Location mitten in einem Wohngebiet war. Und so verbrachten wir dort zwei sehr schöne Tage. Man muss auch noch erwähnen, dass direkt neben der Bühne ein Freibad war, welches aus Thermalwasser aus der Erde gespeist wurde. So gab es da unter anderem auch ein 36 Grad warmes Schwefelbecken (oder so). Der Hammer: Bier, Freibad, warmes Wasser, Sonne, die Bühne 30 meter weg und die beiden Tobis mit solider Dummschwätzerei mit dabei. Ganz herrvorragend. Ach und Respekt an Melli bezüglich Anton versorgen und 40m weg von der Bühne pennen. Am nächsten Morgen, nach einem saftigen Gewitter gings dann aber nix wie los in Richtung Rumänien. Dank der ganzen Motorradfahrer hatten wir ja jede Menge Tipps bezüglich kleine feine  Passstraßen und genau diesen folgten wir….Und die Gewitter folgten uns. Leute ich sags euch, solche Gewitter gibts bei uns maximal einmal imJahr. Was da runter prasselt. Oft noch in Kombination mit Hagel. Das ist so dermaßen laut, dass man im Karren während der Fahrt nichtmal mehr den Motor hört. Da klingeln die Ohren. Alba Julia hat uns dann auch direkt mal mit Hochwasser und Gullischächten, die wie Springbrunnen aus der Straße sprudelten, empfangen. Von dort aus gings weiter auf die Transalpina. Eine Passstraße, welche die gesamten Karpaten von Nord nach Süd durchquert: 148 km Serpentinen. Diese Strecke teilten wir uns auf zwei Tage auf. Ich vermute unsere Durchschnitsgeschwindigkewit lag bei 25 Km/h. Da hat es mal richtig saftig hochgeballert. Aber schaut euch am besten selbst die Bilder an, wie spektakulär diese Straße in das Gebirge gebaut wurde. Nach einem wunderschönen ruhig gelegenem Stellplatz in  der rumänischen Tiefebene vor Bukarest machten wir uns auf den Weg ans Schwarze Meer. Einige Stunden und Gewitter später fanden wir uns dann hier am Plaja de Corbu wieder. Einfach nur abgefahren. Man kann mit dem Karren bis fast 50m ans Meer heranfahren, kaum Menschen da und und nach links und rechts kilometerweite Strände. Top. Hier verbringen wir erstmal die nächsten Tage. Zum einen um uns von der Fahrerei zu erholen und zum anderen gibt es auch wieder viel zu tun: Irgendwie spacken unsere Batterie oder Solarregler ( wir haben grad keinen Kühlschrank), unser Warmwasser per Gas zickt, und im besten Fall bekomm ich auch noch heraus warum unser Motor immer mal wieder ganz schön gestottert hat. Tja Leute, dass war jetzt mal die hardcore Zusammenfassung und ich hoffe ihr habt ein grobes Bild was ungerade umtreibt. 

Ach was ich noch vergessen hab. Von den Tobis wurden wir auf Grund der Gewitter getrennt, da diese in eine Pension gegangen sind und wir irgendwo anders wild gestanden sind. Und am nächsten  Tag fuhren wir ja weiter richtung Schwarzes Meer und die Beiden wieder gen Heimat (sie hatten leider nur Urlaub) – tja, durch Zufall getroffen und durch Zufall wieder getrennt.

 Leute ich wünsch ich was und wir sind sehr auf Bulgarien und die Türkei gespannt.

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Auf dem Weg in die Hohe Tatra

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Was gibst Spannenderes?

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Frechdax am Start

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Hohe Tatra hallo

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Kein Kommentar

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Zadiel

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Schwäbische Alb?

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Anton unter Rockern:::

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Der Perfekte Stellplatz-mit Spielplatz für Anton

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Tja die Gewitter haben wohl keinen verschont- alle am Sachen trocknen

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Unterwegs auf der Transalpina

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Was für eine Straße!!

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Auf dem Weg zum Schwarzen Meer

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Meer wir kommen

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Das Schwarze Meer bei gewittrigen Verhältnissen

Klettern in Sachsen und Tschechien

26 Mai

P1020177Hallo zusammen, ja es ist mal wieder soweit: Es gibt einen neuen Artikel. Ich weiß grad gar nicht wo genau anfangen, denn die Geschehnisse haben sich in den letzten Tagen mal wieder überhäuft. Einerseits schön, andererseits auch anstrengend. Ehrlich gesagt hoffe ich, dass unsere Reise die nächsten Wochen ein wenig an Drehzahl abnimmt. Ich versuche jetzt einfach mal chronologisch an die Sache heranzugehen. 

Von Sneznik haben wir uns wieder auf den Weg in Richtung Deutschland gemacht um dort mit Juli als „Führer“ dem traditionellen sächsischen Klettern auf den Zahn zu fühlen. Dazu sind wir zu den Schrammsteinen gefahren und haben unser Lager inmitten dieses tiefen Tales direkt neben der Schrammsteinbaude (über den Namen könnt ich mich jedesmal tot lachen) aufgeschlagen. Als wir ankamen stand erstmal wieder basteln an. NEIN es war nichts kaputt aber unser Inventar war uns gelinde gesagt doch ein bisschen arg selbstständig während der Fahrt. Mit anderen Worten: Nach längeren Fahrten, insbesondere kleinen Straßen, auf denen wir eigentlich fast ausschließlich unterwegs waren, war es immer wieder spannend zu fragen, was uns wohl erwartete, wenn wir die Tür zu unserer Wohnung aufmachten; und es sah immer aus wie Bombe. Da flog schon einiges durch die Gegend. Und genau das galt es nun erstmal zu beheben. Schon witzig, mitten im Wald sein altbekanntes Werkzeug raus zu holen und wieder mit Innenausbau anzufangen. 

Am nächsten Tag ging es dann aber direkt los. Und eins gleich vorweg: Die Landschaft der Sächsischen Schweiz sucht seinesgleichen. Riesige Waldflächen gespickt mit bis zu 85m hohen Sandstein Gipfeln und Massiven, welche das Herz eines jeden Kletterers höher schlagen lassen. Wäre da nicht der Haken mit der Absicherung…..Ich könnt jetzt hier alle möglichen ethischen Regelungen, welche der SBB (Sächsischer Bergsteiger Bund) festgelegt hat aufzählen, aber ich machs kurz: Die Routen (ooouhhh das heißt hier ja WEGE) der Sächsischen Schweiz erwecken den Anschein als  müsse man in jedem WEG potenziell sterben können. Von daher waren wir sehr dankbar den ortskundigen alt bewährten Freund Juli an unsrer Seite zu haben. So konnten wir nicht nur die spektakulären Zustiege zu den einzelnen „Gipfeln“ (jaaa so werden die echt genannt: ab Schartenhöhe größer als 7,5m ist von einem Gipfel die Rede und da gibts sogar n Gipfelbuch) genießen, sondern sogar einen dieser besteigen; die „Tante“. Eine ganz dünne Felsnadel mit bester Aussicht auf Grund der exponierten Lage. Der absolute Knüller war dann aber die Durchsteigung der „Direkten Knirbelwand“. Eine Mehrseillängenroute, welche wir sogar in „geteilter Führung“ (so wird das hier wirklich genannt=)) durchstiegen haben. Das heißt im Klartext, dass ich meinen ersten Sachsenvorstieg geklettert bin. Neben einer  kleinen Portion Stolz muss ich aber auch zugeben, dass ich zwischendrin gerne Antons Windeln angehabt hätte…Ich hab mir anfangs echt fast in die Hose geschi…..Nichstdestotrotz war das für mich ein absolutes Highlite.

Von dort aus ging es für uns wieder nach Tschechien. Nach Labska Stran. Dort hatten wir nicht nur einen der besten Stellplätze unserer bisherigen Reisen ( von dem wir dann aber mit großem Tamtam vertrieben wurden) sondern trafen uns auch mit Tim, Nina, Annette und Frieder. Am nächsten Tag kamen dann noch Jo, Juli und Marius dazu. Die nächsten Tage war Seilklettern rund um Dolni angesagt. Und die Wände hatten es  ganz schön in sich. Mega weite Absicherungen und tatsächlich richtig abgefahrene Linien. Ein wahrer Schmaus. Und sobald man über die Baumkronen kletterten wurde man mit Tiefblicken auf die Elbe belohnt. Ein Wahnsinns Gebiet. Mein Tipp aber: das linke Elbufer, also da wo Dolni liegt, ist noch viel besser, Und genau da zogen wir uns dann auch noch die Finger lang. Mit der Rotpunktbegehung der Route „Bestseller“ 9 konnte ich mir noch ein richtiges Sahnehäubchen knipsen und nach drei Tagen machten wir uns dann auf den Weg nach Pirna um dort mit Christian ( ein Kollege den ich noch aus der Spanienzeit kannte) im Bahratal zu bouldern. Was für ein Bouldergebiet. Einfach genial. Landschaftlich jetzt nicht besonders abgefahren aber die Qualität der Felsen, die Art der Griffe, die Vielfalt der verschieden Stiele und die Linien generell haben jede Erwartung meinerseits übertroffen. Echt schade oder vielleicht auch gut, dass dieses Gebiet eigentlich nur den Locals vorbehalten ist. Besonders hat mich gefreut mal wieder ein paar Gesicht aus meiner Spanienära zu sehen und zusammen zu bouldern. Und eines gilt es auch noch zu erwähnen. Unseren Stellplatz. Denn dieser war nirgendwo geringer als bei der Holzschleife beim Dachdeckermeeester und Lebenskünstler A. Geißler ak. Pritsch. Was für ein Typ. Einerseits ein Schaffersachsenurgestein mit sehr eigenem Charakter. Andererseits eine offene Persönlichkeit mit hart linksliberalen politischen Ansichten und der oftmals wiederholten Aussage „ Wir haben nur ein Leben und da sind wir Gast, deshalb sind wir im Leben nur zur Freude da“. Hammer geil. Zwei  Einladungen ans Lagerfeuer mit Bier, Geschichten wie es zu DDR Zeiten war und die Einladung zur Nutzung seines Bades waren natürlich inklusive. Richtig abgefahren und schwer zu beschreiben wie auf diesem Hof die Uhren ticken. Am Mittwoch Abend waren wir dann noch zum Grillen bei Christian eingeladen und machten uns dann auf den Weg nach Marienbad. Und wohin genau???? Haltet euch fest!! Auf den ROYAL GOLF CLUB MARIANSKE LAZNE! Irgend so ein elitärer uralter Golfplatz halt der von einem König mal gegründet wurde usw. Dort haben wir uns dann wieder mit Frieder und Anette getroffen um Tim und Nina nachhause mitnehmen zu lassen. Nach einem gediegenen Frühstück, im Clubhaus versteht sich, machten wir uns dann am Freitag zu dritt auf den Weg in  Richtung Hohe Tatra. Das Navi zeigte 12 Stunden für 740km an, da wir keine Autobahnen zahlen möchten. Mit dem LKW rechnen wir  erfahrungsgemäß immer noch mindestens ein drittel der Zeit drauf. Kurz gesagt: Es stehen nun locker zwei bis drei reine Fahrtage vor uns. Heute sind wir bis hinter Prag gefahren. 6 Stunden Fahrzeit für 350km. Aber eins sag ich euch: hier gibts Straßen, die es in Deutschland nirgends gibt. So klein, solche Flickenteppiche, so steil. Was für ein Spaß mit unserem Haus auf Rädern. Dieselbilanz bis dato: 21,4 liter auf 100km. Autsch. Ins Allgäu hin und zurück waren es doch nur 16. Tja so ist das halt…….jetzt sind wir erstmal auf das kleinste Hochgebirge der Welt gespannt und sind in freudiger Erwartung auf ruhigere Zeiten.

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Manchmal ist es eng

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Der LKW als Zockerlounge

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Zustieg zu „Tante“

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So viel Fels

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Im Hintergrund die „Tante“

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Besteigung der „Tante“

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Heidenspaß

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Direkte….

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Knirbelwand

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Hier wurden wir leider vertrieben

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Dolni

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Unser Besuch

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Meli geht steil

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Anton hast auch gemütlich

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Wäsche waschen mit Anton

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Checket ist auch dabei

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Baaadeeeen

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Bouldern im Bahratal

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Alte Kollegen waren auch dabei

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„Motivation“ 7C

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Unser Stellplatz beim Pritsch

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Anton voll dabei

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mit mini crashpad =)

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Frankenjura und Sneznik

15 Mai

Sind wir echt erst vor einer Woche losgefahren? Wahnsinn. Allein in den ersten acht Tagen unserer Reise ist bereits so viel passiert, dass es mir wie eine halbe Ewigkeit vorkommt. Doch jetzt mal eins nach dem anderem. Letzten Montag am 7. Mai machten wir uns nach einem brachialen Abschiedsfest und schwerem Abschied auf den Weg nach Nürnberg. Dort besuchten wir erstmal meinen Vater und seine Freundin und als wir noch am selben Abend in der Stadt saßen und ein Bier tranken, dachte ich mir schon wie schnell sich die Lebensumstände ändern können. Bei bestem Wetter und sommerlichen Temperaturen war dieser Nürnberger Biergarten unsere erste Station um mal kurz durchzuschnaufen und versuchen zu erahnen was es heißt, dass wir nun all unser Hab und Gut in einem Lkw haben und in einen neuen Lebensabschnitt starten. Von den bevorstehen Erlebnissen mal ganz abgesehen. Hammer Gefühl. Schnell stellte sich heraus, dass wir Anton für zwei Tage bei Oma und Opa lassen dürfen und dann war ja eh klar was anstand: Abfahrt Fränkische zum Vollgas Klettern OHNE KIND und einfach mal zwei Tage allein sein. Danke dafür. Das tat uns richtig gut zumal wir echt spürten wie uns die letzten zwei Wochen zu Hause ausgezehrt hatten. All der Versicherungskram, all die kleinen Abschiedsgespräche im Alltag,die Haushaltsauflösung und Packerei und nebenher doch noch sämtliche Sachen im Lkw dazu bauen. Allein bis meine komplette Werkstatt inklusive Ersatzteile im Karren verstaut waren vergingen zwei Nachmittag usw…Mittwochs ging dann auch schon wieder los mit Highlife. Manuela und Papa kamen mit Anton, und unsere zwei Naberner Nachbarn besuchten uns mit noch einem weiteren Kumpel. Da wir nun auch einige Zeltschläfer mit von der Partie hatten, ließen wir uns für die nächsten Tage auf dem Betzensteiner Campingplatz nieder. Dort  verbrachten wir die nächsten Tage mit gemütlich frühstücken, klettern, viel Chillen und jeden Abend mit Bier und Wein am Feuer sitzen. Die Stimmung war wirklich mega entspannt. Sehr gefreut hat mich auch die Tatsache, dass ich offensichtlich doch gar nicht mal so unfit war wie ich befürchtet hatte. So konnte ich in den vier kletterten zwei 9- Routen und um ein Haar eine 9+ im zweiten Versuch durchsteigen. Und was Melli an den Fels brachte und bringt kann sich echt auch sehen lassen. Ihr Training hat sich also voll gelohnt. Am Sonntag machten wir uns dann auf den Weg nach Dresden um Juli und Rosa zu besuchen und die Gegend rund um das Elbsansteingebirge zu erkunden. Kletternd versteht sich. Dresden empfing uns mit strahlendem Sonnenschein und einem kühlen Bier am Elbufer. Volltreffer. Den LKW konnten wir mitten in der Stadt vor der Kletterhalle parken und dort verbrachten wir eine gemütlichere Nacht als anfangs vermutet. Am nächsten Tag machten wir uns dann erstmal auf den Weg nach Tschechien um dort das Bouldergebiet Szneznik unsicher zu machen. Allerdings fingen bei der Fahrt diverse Lämpchen im LKW  mit blinken an und ich durfte erst einmal Reparaturarbeiten leisten. Nach ca. einer Stunde hatte ich den Übeltäter entlarvt. Aus irgendeinem Grund hatte es ein Kabel aus dem Regler der Lichtmaschine gerissen. Naja soll ja recht sein, dass die Panne so einfach zu beheben war. Die letzten zwei Tage haben wir uns ganz schön kaputt gebullert. Obwohl die Felsen hier aus Sandstein sind ist es echt krass wie die Kletterei auf die Haut geht. Schmirgelpapier wär Luxus dagegen. Aber Leute eins sag ich euch: KOMMT HIER HER!!!! Hier gibt es über 1500 Probleme in einer wunderschönen Landschaft bestehend aus Birkenwäldern die aus Wiesen- und Blaubeerböden wachsen. Dazwischen liegen all die wunderschönen Sandsteinböcke und man hat eine prima Aussicht auf das Elbtal und Tschechien. Das Gebiet kann locker mit Fontainebleau mithalten. Und eins gilt es an dieser Stelle auch noch zu erwähnen: Es ist hier alles soo billig.  Brötchen kosten 9 cent, ein 12er Pack Salamis 6 € und belegte Brote gibts für 59 cent. Also warum das Ganze hier nicht von Heerscharen internationaler Kletterer überlaufen ist, ist echt verwunderlich.

Joa, zu erzählen gäbe es noch viel. Ich mach hier jetzt aber trotzdem mal einen Punkt mit dem Versprechen euch stets weiter auf dem Laufenden zu halten. Eins sei schonmal verraten: Am Freitag kommen unsere Ehrengäste Tim und Nina, wir freuen uns.

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Am Anfang war das Chaos

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Der kleinste Teil der Werkstatt

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Haushaltsaufösung

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Remmidemmi in betzenstein

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Anton hast auch gemütlich

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Der Karren….

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…als Waschsalon

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Frühstück

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Dresden!!

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Die erste Panne

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Aufstieg zum Sneznik

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Meli in „El choroz“ FB 6a

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Chalken ist wichtig

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Auf dem Hochplateau

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Papa Eis!!

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„No Name“ 6a

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„Best of direct“ 7a

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„Nadhodnocenej“ 7a

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„Sputnik“ 7a

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Meine drei Blondis

 

Bald gehts wieder los – Endlich !

3 Apr

Hallo zusammen,

ja es ist so weit. Nach fast 4 Jahren sesshaft sein, geht es für mich in knapp 5 Wochen, am 7. Mai endlich wieder für längere Zeit auf Reise. Geplant ist ein Jahr. Doch was heißt hier für mich? Für UNS!! Denn in den letzten 4 Jahren ist tatsächlich, auch ohne beständig durch die Welt zu fetzen, einiges passiert – das hätte ich ja nie gedacht =) Und genau darüber soll dieser Artikel berichten. 

Wir schreiben den Sommer 2014, nach fast zwei Jahren mehr oder weniger ununterbrochen unterwegs zu sein, lernte ich meine Freundin Meli kennen. Oh jee, schwupp di wupp waren alle meine Pläne in Innsbruck zu studieren um nebenher den Bergführer zu machen vom Tisch gefegt.

Da Meli bereits zwei Kinder in diese Welt gesetzt hat, war sie definitiv der, örtlich gesehen, unflexiblere Teil in unserer Beziehung. Daher stand ich nach kurzer Zeit vor der Entscheidung, wo und was ich sonst Ausbildungstechnisch anfangen könnte. Die Wahl fiel dann auf Tübingen, um das ach so tolle Studium der Sozialen Arbeit zu bestreiten. Daraufhin folgten erst einmal diverse Krisen meinerseits und als dann auch noch der Kinderwunsch ihrerseits geäußert wurde, sah ich mich selber schon halb beerdigt….Nie wieder klettern, nie wieder reisen, nie wieder mit Kumpels unterwegs sein,sich selbst ausrangiert und in Kirchheim für immer eingeparkt, im jungen Alter schon nur wegen der Liebe, sein Schicksal, an das damals so verachteten Spießbürgertum mit Haus, Katze, Hund und KIND, zu verscherbeln. Ja das waren die Szenarien die mir mein beschränkter Verstand, vor dem Hintergrund der rasanten Veränderungen in meinem Leben, vorgaukelte. 

Und doch konnte/ wollte ich nicht gehen. Zumal mir Meli schon ziemlich früh mitteilte, dass sie prinzipiell sehr großes Interesse daran hätte eine lange Reise mit mir zusammen anzugehen.

Kurz darauf kündigte sich Anton durch das wölben von Melis Bauch an und mein Schädel lief auf Hochtouren.Was kommt da jetzt auf mich zu? Kann ich das Überhaupt? Was ist mit meinem Klettersport? Wie reagieren meine Freunde? Wie kann eine Reise mit Kind aussehen? Was werden wir wohl brauchen?Wann kann es los gehen? Die kurze Zusammenfassung der relativ langen Findungsphase lautet: An Antons zweiten Geburtstag wollen wir uns für ein Jahr mit einem LKW auf die Socken machen.

So bald dieser Plan stand war ich Feuer und Flamme. Es war Öl ins versandete Getriebe meines Verstandes. Es gab eigentlich nur noch eine Frage zu klären. Wie das alles finanzieren? Ich war Student mit Baustellenjobs und einem 450 € Minijob und Meli Halbtagsjobberin mit zwei Kindern. So einigten wir uns, dass Meli jeden Monat für die Reise spart und ich das komplette Projekt LKW zu verantworten habe. Und dann gings los. LKW Führerschein machen, Anton wurde geboren, Lkw kaufen. Daraufhin folgte ein sehr volles Jahr. Anton versorgen, Arbeiten, Lkw ausbauen,Hühner, Hasen, Meerschweinchen, Mäuse loswerden, Studieren und Bachelorarbeit schreiben, Arbeiten anfangen  uvm. und Anton versorgen, und Anton versorgen und Anton versorgen. Ach und noch was: Anton versorgen. 

Und jetzt endlich ist es soweit. Wir haben es geschafft über zweieinhalb Jahre an unserem Plan zu glauben und daran zu arbeiten. Und im Nachhinein bin ich dankbar für die Zeit, ohne die ich vlt. immer noch nur unterwegs wär, ohne Ausbildung, ohne Anton und Meli und ohne unserem LKW (oder sonst einem realisierten Langzeitprojekt). In knapp 5 Wochen soll es losgehen und somit auch dieser Blog weiter geführt werden. Wir freuen uns drauf

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So klein war wer, der Hosenscheißer

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Da ist er ja

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Fleißiger Helfer

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Das Ergebnis nach eineinhalb Jahren Arbeit

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Anton fühlt sich wohl

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Einen größeren tank hab ich auch eingebaut

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zwischendrin wars ganz schön chaotisch

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Frisch lackiert

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So hab ich ihn gekauft

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Die erste Ausfahrt ins Allgäu mit original Feuerwehrausstattung noch verbaut.